Über mich

Jedes Leben ist ein Prozeß in stetigem Wandel. Ich hatte das Glück vor einigen Jahren (es passierte 2008) aus meinem Dornröschenschlaf aufgeweckt zu werden. Damals, im Alter von 44 Jahren, hatte ich eine extrem schockierende Nahtoderfahrung, welche mich zum intensiven Nachdenken über mein damaliges Leben zwang. Daraus entstanden erste Veränderungen. Ich reduzierte mein Arbeitspensum deutlich, nahm mir mehr Zeit für mich selber und die Familie, und lies oft auch einfach nur die Seele baumeln. Ich begann tiefer über mich und den Sinn des Lebens nachzudenken.

Etwa ein halbes Jahr später erlebte ich, erneut aus heiteren Himmel und völlig ohne Vorwarnung, etwas das man heute wohl als spirituelles Erwachen oder eine Offenbarung bezeichnen würde. Es war die unglaublichste, unerklärlichste, und faszinierendste Erfahrung, die ich jemals hatte. Ich kann die Erfahrung bis heute kaum beschreiben und in Worte fassen. Sie hatte viel mit direkter Erkenntnis zu tun, was man im englischen als „claircognize“ beschreibt. Ich wußte plötzlich Dinge, die ich eigentlich gar nicht wissen konnte, weil ich nie etwas darüber gelernt hatte. Und trotzdem war dieses Wissen über den tatsächlichen Zustand dieser Welt und unsere Rolle als Mensch darin plötzlich klar vor mir. Dieses Wissen hat mein Leben sehr schnell vollständig verändert, denn ich musste darauf reagieren. Meine Ehe löste sich auf, ich verlies meinen sicheren Job, verkaufte all mein Hab und Gut, und ging hinaus in die Welt auf die Suche nach Antworten, die ich zuhause in der Sicherheit und Geborgenheit einer unkündbaren Festanstellung und unter den sozialen Zwängen meiner Umgebung nicht finden konnte. Ich wußte es gab mehr und ich machte ich auf, es zu finden.

Obwohl ich den Jahren seit diesem Ereignis versucht habe intellektuell zu verstehen, was mir damals passiert ist, und vor allem auch warum es passierte, ist mir das bis heute nicht gelungen. Ich habe fast alles versucht. Ich habe hunderte von Büchern über Esoterik verschlungen, dutzende Channelings angehört, über Jahre täglich meditiert, mich in neue Erfahrungen gestürzt, bin auf Reisen in die Welt gegangen, habe mehrere Jahre auf einem Segelboot das Mittelmeer durchquert, mich in intentional communities in Mittelamerika engagiert, als Selbstversorger im tropischen Regenwald gelebt, und vieles mehr. Aber Klarheit konnte ich bislang nicht erlangen. Jedenfalls keine intellektuelle Klarheit.

Dennoch dämmert mir so langsam, wohin meine Reise geht. Ich vertraue inzwischen viel auf meine Intuition und nicht mehr so sehr auf den Verstand. Denn der Verstand, mit all seiner Schönfärberei, hat mich vielfach in die falsche Richtung geleitet. Ich bin vielen Illusionen erlegen und habe einige eben auch inzwischen als solche erkannt (dazu in meinen blogs mehr).

Auch wenn ich immer noch nicht seßhaft bin, so ist meine Reise doch vor allem eine Reise ins Innere geworden. Eine Reise in die metaphysische Welt. Was in mir vorgeht lässt mich nicht mehr los, ganz egal wo ich mich befinde. Ich muss mich selber und meine Handlungsmotive tief und von Grund auf verstehen lernen und das geht nur, wenn ich sie ans Licht der Erkenntnis bringen kann. Das geschieht vor allem durch Erlebnisse und die ehrliche Selbst-Reflektion darüber. Ich denke viel über mich nach, erkenne viele der Muster, Motivationen und Gewohnheiten, die mich leiten (und oft fehl leiten). Gleichzeitig werden mir meine Ängste auch bewußter. So erkenne ich zunehmend, was ich als wahr über mich und die Welt glaube, warum ich diesen Glauben akzeptiert und erlaubt habe, und wie ich mich aufgrund dieser „Erlaubnisscheine“, die ich selber für mich ständig aufs Neue generiere (oder erlaube), in der Welt bewege.

Diesen Prozeß sichtbarer zu machen, für mich selber und auch für andere, dazu dient diese Webseite und dieser blog.

Was ich mir wünsche ist die Verbindung mit anderen Menschen, die auf einer ähnlichen inneren Reise unterwegs sind. Denn oft verliere ich mich noch in meinen eigenen Illusionen und Wunschvorstellungen und andere Menschen können das oft besser erkennen, als ich selber, und mich dann damit konfrontieren. Doch dazu braucht es Menschen, die sich selber auch in einem Prozeß der Selbsterkenntnis und inneren Reflektion befinden, und nicht solche, die sich ständig mit allerlei Genüssen von genau diesen Fragen abzulenken versuchen. Solche Menschen zu finden, das ist ein wichtiges Ziel für mich geworden. Denn ich habe erkannt, das ich alleine an meine Grenzen gekommen bin, alleine wenig ausrichten kann, und die Gemeinschaft mit anderen Menschen genauso brauche, wie sie die meine.

Wo auch immer diese Menschen zu finden sind, dort zieht es mich hin.

Asa (April 2019)