Tag 1: Eine Neue Selbst-Verpflichtung

Einer der Aspekte, die mich bei Desteni und dem Schreiben meines “Reise-ins-Leben”-blogs in der Vergangenheit stark beunruhigt hatte, war der permanente Druck sich für mein Verhalten zu entschuldigen (Selbst-Vergebung zu üben, als ob ich etwas falsch gemacht hätte), sowie die Forderung nach selbst-verbesserndem Verhalten (Verpflichtung zur Veränderung). Diese Anforderungen waren schwer für mich zu akzeptieren und ich stand dazu noch dem Problem gegenüber, sie täglich anwenden zu sollen. Nach nur wenigen Tagen des Schreibens fühlte ich mich überfordert mit all den angesammelten selbst-Verbesserungs Aussagen, die ich mich verpflichtet hatte zu erfüllen.

Das war einfach alles zuviel für mich und funktionierte so nicht. I konnte es nicht durchziehen, die Themen die ich in den wenigen Tagen in meinen Selbst-Verbesserungs Aussagen versprochen hatte anzuschauen, weiter aufzuarbeiten. Dennoch erkannte ich, dass da ein großer Handlungsbedarf für eine Vielzahl veränderter Verhaltensweisen vorhanden war. Nur war das alles viel zu viel, um es in einer Inkarnation aufzuarbeiten. Das Ende vom Lied war, dass ich aufgab und das Schreiben des blogs schnell wieder einstellte.

Trotzdem konnte ich nie damit aufhören mehr und mehr der vernachlässigten und abgelehnten Aspekte freizulegen, die ich an mir selber nicht sehen wollte. Es war und ist häufig sehr schwer, solchen Aspekten mit klaren Augen gegenüber zu treten, zu erkennen wer und was ich wirklich gerade jetzt war/bin, und auch noch offen darüber zu schreiben. Einfacher war es, mich weiter der Unachtsamkeit und dem Schwelgen in allen Arten unwichtiger Sehnsüchte, Leidenschaften und sinnloser Aktivitäten hinzugeben. Nur löste dieses Verhalten das Problem nicht, eine gefühlt sinnlosen Existenz zu leben. Und so sank ich Tag für Tag tiefer in Depression und Verzweiflung, fühlte mich innerlich leerer und leerer, abgetrennt von mir selber.

Ich schrieb still vor mich hin, nur für mich selber, was mir etwas Genugtuung verschaffte und auch ein Gefühl inneren Friedens. Aber ich teilte meine Einsichten mit niemandem. Das hatte ich zwar von Zeit zu Zeit versucht, aber niemand verstand wovon ich redete, auch wenn einige es versucht hatten und zuhören wollten.

Aber wie konnte ich auch erwarten Menschen zu finden die meinen Weg, meine Themen, meine Einsichten, meine Probleme verstehen konnten, wenigstens ansatzweise, und die die Welt mit ähnlichen Augen sagen, die Sinn und ihre Bestimmung in ähnlichen Aktivitäten fanden, wenn ich mich hinter verschlossenen Türen versteckte. Das war offensichtlich nicht die Antwort. Es kann sie nicht sein. Die einzige Antwort ist, alle diese Themen und Aspekte in die Öffentlichkeit hinaus zu tragen, über sie zu sprechen, sie anderen zu zeigen, und auf diese Weise in Verbindung mit denjenigen zu treten, die das alles verstehen können, sodaß wir uns gegenseitig helfen und assistieren können auf unserem Weg zur der Wahrheit und dem Wissen, welche in uns verankert sind.

  • Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, mich selber auszuschliessen und abzukapseln von der Welt, weil ich Unverständnis und Spott fürchte.
  • Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, in Depression und Verzweiflung zu fallen ohne zu realisieren, dass es mir nicht helfen würde mich auf diese Weise von mir selbst und der Welt um mich herum zu isolieren
  • Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, die Verurteilung durch andere zu fürchten.
  • Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, immer andere über mich zu stellen, zuerst an sie zu denken, und dadurch meine eigenen inneren Impulse zu vernachlässigen und zu missachten.
  • Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, meine inneren Impulse immer dann unter zu bewerten und sie zu missachten,  wenn sie im Konflikt mit den Wünschen und Anliegen anderer stehen.
  • Ich vergebe mir dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, andere als ungleich mir gegenüber zu betrachten, sie als entweder auf einer niedrigen oder höheren evolutionären Stufe der Erkenntnis zu sehen, ohne selber zu erkennen, dass solche Abgrenzungen nur zu unnötiger Trennung zwischen uns führen, welche dann zu Unehrlichkeit in meinen Beziehungen zu diesen anderen führt.
  • Ich verpflichte mich, mich selber genauso wertzuschätzen, wie ich andere wertschätze.
  • Ich verpflichte mich meine Mittel (Energie, Zeit, und Geld) soweit wie nötig für meine innere Entwicklungsreise zur Verfügung zu stellen und alle überschüssigen Mittel denjenigen zur Verfügung zu stellen, die sie wirklich brauchen.
  • Ich verpflichte mich im Umgang mit meinen Mitteln (Energie, Zeit, und Geld) weiser und nachhaltiger umzugehen, sodass ich meine Mittel nicht durch unnötig durch verschwenderische Ausgaben und Betätigungen erschöpfe.

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