Tag 36: Wie mir die Corona-Krise meine Angst und Feigheit aufzeigt.

Die Machenschaften der Regierungen in Bezug auf die aktuelle Corona-Krise machen mich immer unruhiger. Ich finde einfach zu viele Hinweise, weit mehr als ich möchte, darauf, dass dahinter eine größere Agenda zur totalen Versklavung der Menschheit steht. Ich kann diesen Gedanken einfach nicht mehr los werden. Überall wo ich hinschaue finde ich Hinweise darauf.

Ich frage mich, wieso das wohl so ist. Denn bis ich 2009 erwachte, war mein Leben in Ordnung. Wäre das damals nicht passiert, dann würde ich solche Dinge heute sicher alle als Conspiracy Theorie abtun und mich lieber weiter um meine Karriere an der Uni und die Familie kümmern. Aber es ist ganz anders gelaufen und ich bin auch nicht unglücklich darüber. Ganz im Gegenteil. So langsam öffnen sich meine Augen immer mehr.

Dennoch weiß ich jetzt nicht, wie ich auf die aktuellen Einschränkungen und Freiheitsberaubung durch die Corona-Krise reagieren soll. Ich versuche gerade wieder das Tarot zu befragen, komme damit aber auch nicht so richtig weiter. Denn ich neige dazu, die Karten so zu interpretieren, wie ich sie gerne hätte. Ganz besonders wenn ich Karten wie „Der Turm“ ziehe, so wie heute. Dann wird mir klar, dass wohl doch etwas im Anmarsch ist, was ich am liebsten total negieren würde. Aber das würde ja an den Tatsachen auch nichts ändern.

Ganz ähnlich sieht die Sache aus, wenn ich mir die Meinungen anderer anhöre. Ich lehne die Meinungen ab, die mir sagen wollen „das ist doch nur vorübergehend und bald wird wieder alles normal“ oder „beschäftige dich lieber mit was Positivem, sonst machst du dich doch nur verrückt“ und „nur die Liebe zählt“. Und wenn ich dann wieder von neuen „Conspiracy Theorien“ höre, dann stelle ich sogar fest, dass sie gar nicht so neu sind, sondern ich sie eigentlich schon lange kenne, nur immer wieder in meinem Bewusstsein unterdrückt habe, damit sie nicht die Kontrolle über mein Leben ergreifen. Denn das wollte ich nicht. Und ich habe dabei übersehen, dass sie diese Kontrolle schon längst über mich hatten. Denn diese „Theorien“ und unser Freiheitsentzug beschäftigen mich ja eh schon weit mehr als mir lieb ist und was mich besonders bedrückt ist die Empfindung, dem machtlos gegenüber zu stehen.

Also weder das Tarot, noch die Gespräche mit anderen, können mich davon abbringen an diese Conspiracy-Theorien zu glauben. Ich kann sie einfach nicht wegdrücken, außer vielleicht für ein paar Tage oder Stunden, oder auch wenn ich mich ein Projekt wie das Segeln verrenne oder nach Mittelamerika reise, wo ich dann soviel zu tun hab, dass ich mich nicht weiter mit diesen Theorien beschäftigen kann. So war es in den letzten Jahren, aber das hat das Problem nur vertagt und nicht gelöst. Irgendwie steckt dieses Bedürfnis tief in mir, mich mit den Conspiracy-Theorien intensiver zu beschäftigen und einen Ausweg aus der Situation zu finden. Oder wenn schon keinen Ausweg, dann zumindest eine Möglichkeit, damit in meinem Leben besser umgehen zu können.

Aber ich finde einfach keinen für mich passenden Umgang mit diesen Conspiracy-Theorien. Wenn ich David Icke oder Mark Passio anhöre, dann kommen Tiefe Gefühle der Ohnmacht gegenüber dem politischen System in mir auf. Ich könnte mir denken dass die Menschen im Dritten Reich oder der DDR ähnliche gefühlt haben. Wie geht man mit so einer übermächtigen Regierung und all den von ihr auferlegten Zwängen um? Wie gehe ich damit um? Was kann ich innerhalb dieses Systems tun, um das Schlimmste abzuwenden oder wenigstens die negativen Auswirkungen auf mein Leben und das meiner Mitmenschen zu begrenzen? Denn raus aus dem System kann niemand mehr. Es hat uns alle ergriffen und versklavt. Wir haben zu lange alles Geschehen lassen und nun ist es zu spät. Das System ist zu mächtig geworden, als das man sich ihm noch entziehen könnte. Das ging weder auf dem Boot, noch als Backpacker, noch geht es als Einsiedler. Das System ist überall.

Also was kann ich tun? Den Kopf in den Sand stecken? Mich mit positiven Informationen a la Eckart Tolle oder Mooji vollstopfen und damit ablenken, sodaß ich das was in mir vorgeht besser ausblenden kann? Nein, das wäre die reine Selbst-Verarschung. Ich glaube das habe ich lange genug versucht. Es klappt sowieso nicht. Die unaufgelösten Dinge bleiben so erhalten und kommen irgendwann wieder ins Bewußtsein. Ich kann das nicht tun, auch wenn ich es noch so gerne tun würde.

Aber was kann ich stattdessen tun? Mich in die Esoterik oder Spiritualität vertiefen und glauben, dass dort die Lösung liegt, indem ich diese Welt „überwinden“ und in höhere Dimensionen aufsteigen kann, sodass ich den Problemen hier auf der physikalischen Ebene entweichen kann wie die Luft, die aus der Flasche aufsteigt? Ich glaube das wäre genauso illusorisch wie der Glaube, dass die Dinge gar nicht so schlimm sind, wie es den Anschein hat, und das die Rettung naht.

Oder genügt es, wenn ich darüber schreibe so wie hier, in der Hoffnung das andere Menschen endlich auch aufwachen und etwas unternehmen, sodass ich nicht allein vor dem Problem stehe? Nein, das kann es auch nicht sein. Die Verantwortung abgeben funktioniert sicher nicht. Denn auf diese Weise sind die Regierungen erst an die Macht gelangt. Wir wollten uns nicht selber regieren, nicht miteinander auseinander setzten, sondern lieber gutes Geld verdienen, unsere Ruhe haben, in Urlaub fahren, feiern, Spaß haben. Andere sollten unsere Streitigkeiten schlichten (die Juristen und Gerichte), für uns Sorgen (die Versicherungen) und Regeln für das Zusammenleben erlassen und uns in eine rosige Zukunft führen (die Politiker und Regierungen). Und nun haben wir den Salat. Nein, ich kann die Verantwortung für diese Dinge nicht abgeben. An niemanden. Das was ich nicht selber zu tun bereit bin und anderen überlassen möchte, wäre für diese Menschen ja auch nur eine Extra-Bürde, sodass sie sich nicht mehr ausreichend um ihr eigenes Leben kümmern könnten, wenn ich ihnen auch noch meine Probleme aufhalse. Es bleibt also nur eins übrig: ich muss selber aktiv werden. Ich weiß das.

Doch wo anfangen? Wer hört mich als Einzelner? Wenn ich auf einer Demo mitmache, werde ich einfach weg gesperrt und niemand wird je wieder etwas von mir hören. Die Dinge gehen einfach weiter, nur ich bin weg.

Wenn ich schreibe, wer hört mir dann zu? Und was ändert es, wenn mir jemand zu hört? Ich höre auch David Icke und Mark Passio zu. Aber was hilft es? Solange ich nicht aktiv werde, hilft es gar nichts.

Wo ist der verdammte Ausweg aus dieser ganzen Scheiße? Wo?

Manchmal, immer öfter, will ich einfach nur abhauen. In die Berge Spaniens oder den Dschungel Kolumbiens, wo sie mich vielleicht nicht finden oder in Ruhe lassen, weil ich dort nicht viel Unheil anrichten kann.

Ich denke Menschen wie David Icke und Mark Passio, die offen reden, machen es schon richtig. Sie halten nicht einfach den Mund, weil man es ihnen sagt. Aber ich traue mich ja nicht mal ohne Maske in ein Geschäft zum Einkaufen zu gehen. Und das obwohl ich an diese Corona-Krise überhaupt nicht mehr glaube. Trotzdem trage ich lieber eine Maske, als verhaftet zu werden oder dem Ladenbetreiber ein Problem zu verursachen, weil ich in seinem Laden ohne Maske rumlaufe. Ja, so ein Feigling bin ich. Ich hatte mir früher auch mal gewünscht so mutig wie David Icke oder Mark Passio zu sein und die Menschen aufzuwecken. Aber so mutig bin ich einfach nicht. Und das einzugestehen fällt mir sehr schwer. Es frustriert mich auch stark. Ich sage ja nichtmal in Foren wirklich was ich denke. Dann würde ich wahrscheinlich auch hochkantig rausfliegen. Und das will ich auch nicht. Nein, da Lüge ich mir lieber selbst weiter in die Tasche u und unterdrücke das, was in mir aufsteigt. Soweit ist es mit mir gekommen. Unfassbar, was die Angst so anrichten kann. Ja, es ist leicht andere als „Schlafschafe“ zu bezeichnen (was ich zwar nie offen getan, aber schon oft gedacht habe) und sie für ihr Kuschen und ihre freiwillige Unterwerfung zu verurteilen. Aber das alles auch bei mir selber zu sehen und mir dann auch einzugestehen ist verdammt schwer. Und es macht mich fast krank, so etwas in mir selber zu erkennen. Wie kann ich als so ein Mensch überhaupt noch in den eigenen Spiegel schauen?

  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, mich von der Beschäftigung mit aktuellen politischen Lagen abzuwenden und lieber auf einen positiven Ausblick zu fokussieren und auf Rettung zu hoffen oder eine Wendung zum Guten, weil ich die Konsequenzen sonst nicht ertragen kann.
  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, vor den aktuellen Geschehnissen lieber die Augen zu verschließen und den Kopf in den Sand zu stecken und an positives zu denken, als aktiv nach einer tragfähigen Lösung für die Probleme zu suchen, die ich erkenne.  
  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, mich selbst immer wieder zu belügen, weil ich nicht die Kraft und den Mut habe, für meine Überzeugungen einzutreten.
  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, Angst, Verzweiflung und Frustration, über mich regieren zu lassen. 
  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, Gefühle wie Angst, Verzweiflung, und Frustration zuzulassen und sie als MICH zu akzeptieren und zu erlauben.
  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, mich und meine inneren Impulse aus Angst zu verleugnen und zu verneinen, weil ich die sonst möglichen Konsequenzen nicht akzeptieren kann oder will. 
  • Ich (an)erkenne, dass ich es akzeptiert und erlaubt habe, lieber ein Feigling zu sein und zu bleiben und zu überleben, als das zu tun, was ich im Herzen für richtig halte.
  • Ich verpflichte mich, meine Angst zuzulassen und wahr zu nehmen, als Teil von mir, sie nicht mehr zu unterdrücken, sondern ihr offen gegenüber zu treten.
  • Ich verpflichte mich, mich ab sofort nicht mehr selber zu belügen.
  • Ich verpflichte mich, auch andere Menschen nicht mehr über das zu belügen, was ich wirklich denke und fühle und die Konsequenzen für meine Ehrlichkeit mir und anderen gegenüber zu tragen, ganz egal wie sich darstellen.

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